Fräuleins gute Stube Mama Blog stellt Hund Amy vor

„Ich zeig‘ Dir meine kalte Schnauze“

über meine Liebe und Angst zu Hunden

Weiter unten findest Du 33 Fakten zu Amy.

Unser Riesenschnauzer aus Kindheitstagen: Alex alias „die Nanny“

Ich wollte immer einen Hund haben. Das Paradoxe daran war, dass ich als Kind eigentlich tierisch Angst vor Hunden hatte. Als kleine Stöpseline hatten wir einen Hund namens „Alex“. Ein Riesenschnauzer, der seiner Rasse alle Ehre brachte. Tiefschwarzes Fell, große kräftige Statur und wachen Blick. Eigentlich für alle sehr bedrohlich drein blickend. Für uns vier Geschwisterkinder war er aber unser Hündchen. Ein Spielkamerad würde ich ihn zwar nicht nennen. Eher unsere Nanny. So berichtete meine Mutter, dass wir alleine im Garten gespielt haben und wenn wir doch zur Einfahrt gegangen sind, Alex panisch gebellt hätte. So wusste meine Mutter immer Bescheid, dass wir von alleine wieder zurück gegangen sind. Unsere Mutter wäre ja eh bald raus gekommen. Praktisch eigentlich. Aber unsere Amy… naja der traue ich das irgendiwe nicht zu. Außerdem soll man Kinder und Hunde nie unbeaufsichtigt lassen.

 

Was man als Kind alles tut, um einen Hund zu bekommen…

Ich war vier Jahre alt, als wir nach Deutschland gezogen sind. Der Hund Alex ist in Schlesien geblieben. Ging ja nicht anders mit Notunterkünften und Neustart. Wahrscheinlich bin ich in der Zeit mal von einem Hund gebissen worden, aber daran kann ich mich nicht eriAmy Hunde Blog Küsschen Fräuleins gute Stubennern. Denn seither hatte ich eine Heidenangst vor Hunden. Ich weiß noch, dass meine Mutter mir immer fünf Pfennig gegeben hat, wenn ich den Schulweg in der ersten Klasse alleine gegangen bin. Aber wenn ein Hund auch nur auf der anderen Straßenseite war, bin ich wieder zurück gegangen und meine Mutter musste mich den langen Schulweg „beschützen“. Und dennoch, fand ich Hunde toll. Einen eigenen wollte ich habe, den ich kenne und der mich nicht beißen würde. Ich habe mir sogar aus einem alten Rollschuh einen Hund gebaut, mit dem ich an der Leine Gassi gegangen bin. Klingt komisch. War auch so. Jedenfalls für alle anderen. Ich wollte meinen Eltern zeigen, dass ich mich auch um einen Hund kümmern würde. Ich bekam dennoch keinen. Kann ich auch verstehen und ich bin auch nicht traurig drum. Meine damalige beste Freundin hat einen Hund bekommen. So konnte ich die Mischlingshündin Colina aufwachsen sehen und mit ihr fast täglich zusammen mit meiner Freundin Gassi gehen. Das hat erstmal gereicht. Angst vor Hunden hatte ich dennoch. Wenn Colina aber dabei war, interessierten sich die anderen Hunde um Colina und nicht für mich. Und ich konnte mich ja noch hinter meiner Freundin verstecken.

Amy Hunde Blog Holland Urlaub mit HerrchenWenn Wünsche schlummern und auf den idealen Moment warten.

Aber der Wunsch einen eigenen Hund zu haben schlummerte weiterhin in mir. Irgendwie gehört der Hund zu meinem idealen Familienbild dazu. Mein Mann Flo hatte bei seiner Tagesmutter viele Hunde und daher wollte er auch schon immer einen Hund. Daher war uns klar, dass wir als Familie mal einen Hund haben würden. Da ich ja wusste, dass ich vor eigenen Hunden keine Angst haben brauchte, war das kein Hindernis für mich. Wir kauften ein Haus auf dem Land in einer Großstadt. Großer Garten und direkt angrenzend Felder und Wald. Uns schien es ideal für einen Hund. Wir heirateten. Nun, wann ist denn der ideale Zeitpunkt für einen Hund? Wir haben für uns beschlossen, dass es sein sollte, bevor wir selbst Nachwuchs haben. Dann wäre der Hund schon erzogen und wir könnten schon einmal Erziehung und Konsequenz üben. Ob der Gedanke so aufgegangen ist, erzähle ich euch ein anderes Mal… Und auch wie wir uns gerade für diese Rasse und diesen Hund gefunden und für sie entschieden haben. Da hätte ich im Nachhinein auch gern ein paar andere Infos gehabt, die ich Euch nicht vorenthalten möchte. Aber das mache ich später noch.

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Und dann kam Amy.

So und dann holten wir unseren Hund Amy am 3. November 2015 ab. Einfach so. Ohne lange Wehen oder 9 Monate Vorbereitungszeit. Da war sie bereits 4,5 Jahre alt. Der Anfang war etwas holprig. Davon kann ich Euch auch mal berichten und ein paar Tipps geben. Nun begleitet sie unser Familienleben. Darf ich nun vorstellen? Das ist unsere Amy:

 

 

33 Fakten über unseren Hund Amy

  1. Amy ist eine Hündin. Nicht Sterilisiert und wird auch zweimal im Jahr läufig.

  2. Sie ist ein Golden Retriever. Eventuell ist aber noch ein Hütehund mit in der Linie.

  3. Amy ist größer als die meisten Golden Retriever Rüden. Daher der Verdacht auf Hütehund.

  4. Amy ist am 15. Mai 2011 geboren. Das feiern wir auch.

  5. Sie wurde als Zuchtmutter von den Vorbesitzen missbraucht. Zwei Würfe im Jahr…

  6. In ihrem Vorleben ist sie kaum aus ihrem Reihenhausgarten rausgekommen.

  7. Daher ist sie unsicher, wenn sie an neue Orte kommt.Amy Hunde Blog Holland Urlaub mit Frauchen

  8. Sie war sehr übergewichtig als wir sie übernommen haben.

  9. Sie hat einen schwarzen Fleck an ihrer linken Schulter.

  10. Amy bellt ganz leise im Schlaf wenn sie träumt.

  11. Amy hat Angst vor kleinen Hunden.

  12. Sie fährt super in der Bahn mit. Sie nimmt dann aber viel Platz ein, wenn sie sich hinlegt.

  13. Amy springt in jedes Auto sobald der Kofferraum aufgeht. Selbst bei einem Smart hat sie es versucht.

  14. Amy schaut beim Autofahren gern raus und braucht dadurch viel Kopffreiheit.

  15. Sie liebt ihren Baseball, den wir ihr im Garten immer werfen.

  16. Am liebsten möchte Amy getreichelt werden.

  17. Am zweitliebsten möchte sie Essen.

  18. Am drittliebsten wühlt sie nach Mäusen.Hund Blog Selbstversorger Blog Landliebe Mini Farming

  19. Amy ist wasserscheu und lässt sich nicht baden. Pfützen mag sie aber gerne.

  20. Sie ist aus Versehen beim Nachjagen einer Ente geschwommen und dann nie wieder.

  21. Sie verträgt keine Knochen und muss sich dann übergeben. Meistens nachts, wenn unsere Tochter schläft.

  22. Amy ist gaaanz lieb und ruhig.

  23. Sie bellt aber wie wild, wenn unsere Haustür klingelt. Andere Türklingeln ignoriert sie.

  24. Wenn Besuch da ist, liegt sie auf den Füßen unserer Gäste unter dem Tisch.

  25. Amy wusste noch vor uns, dass ich schwanger war.

  26. Vor unserer Tochter hatte sie anfangs Angst und ist immer abgehauen in ihr Körbchen.

  27. Jetzt hat sie keine Angst mehr vor unserer Tochter, aber so richtig interagieren tun sie immer noch nicht.

  28. Amy hopst auf der Stelle, wenn sie eine Maus fangen möchte.

  29. Fliegen machen sie irre. Fangen kann sie sie nicht, auch wenn sie es immer probiert.

  30. Sie schläft bestimmt 20 Stunden am Tag.

  31. Amy ist in unser Hühnergehege eingebrochen nur um Hühner-Aa zu essen.

  32. Mit unseren Hühnern versteht sie sich gut. Auch wenn die nicht mit ihr spielen möchten.

  33. Wir nennen Amy häufig Stinkebär. Einfach so.

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Wenn die Angst aufhört.

Und was ist nun mit meiner Angst vor Hunden?! Mit Amy haben wir professionellen Rat von der Hundeschule bekommen. Wir mussten einen Hundeführersein machen, da Amy so groß ist. Ich habe viel zu Hunden und ihrem Verhalten gelesen und natürlich unsere Amy zu Hause, unterwegs und bei Hundebegegnungen kennen gelernt. Und ich muss sagen, dass die Angst jetzt weg ist. Es ist wie mit fast allem im Leben. Was man nicht kennt, macht einem Angst. Jetzt kann ich das Verhalten von Hunden besser „lesen“ und verstehe wieso sie etwas tun oder auch nicht. Das Verhalten ist für mich nicht mehr unberechenbar und macht mir keine Angst mehr.

So ein bisschen, wie wenn man das Licht im Schrank anmacht und doch kein Monster drin ist. 🙂

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Ich hoffe, Du konntest einen Eindruck von unserem Schmusetiger bekommen. Ich dachte, dass Dich das vielleicht interessiert. Bald stelle ich auch noch unsere Hühner vor. Du sollst doch auch noch Jean-Pierre und die Chicks kennen lernen. Am besten Du meldest Dich direkt zum Newsletter an, damit Du nichts verpasst 😉

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Hast Du auch einen Hund? Erzähl‘ doch mal!

Vielleicht werden die beiden mal Freunde.